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Buchtipps für LeserInnen
Buchtipps für LeserInnen

Igiaba Scego: Dismatria und weitere Texte

Geboren in Rom als Tochter somalischer Eltern, ist Igiaba Scego eine der interessantesten und anerkanntesten Vertreterinnen der transkulturellen Literatur in Italien. Das Thema Identität ist in ihrem Werk äußerst präsent: sei es als Reflexion über die Möglichkeiten und/oder Schwierigkeiten von Migranten im italienischen Alltagsleben – wie in der Erzählung Dismatria – oder als historisch-politisches Strukturelement wie in der zweiten Erzählung Die Ikone, deren Ausgangspunkt die in der Kolonialzeit von den italienischen Truppen begangenen Kriegsverbrechen sind.

Autorengruppe 68

Die wilden Jahre und wir

Pop, Protest und Politik

Frauen hatten kurze Röcke und die Pille, Männer lange Haare, beide hatten Lust auf andere Wohnformen, auf Revolte und Gegenkultur. Zehn ZeitzeugInnen erzählen von ihren biografischen Auf- und Umbrüchen und was ...

Tredition  |   224 Seiten  |   12.- €

Mats Henningh

Auf dem Weg zu Ike’s Café

Wie wir beinahe alle Beatles wurden

"Wir verkehrten sehr gerne dort, wenn wir Zeit dazu hatten, und auch ein wenig Geld für eine Tasse Kaffee oder eine Cola. Verkehren ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, verweilen wäre besser, oder rumhängen. ...

BonnBuchVerlag  |   236 Seiten  |   14.80 €

Oliwia Hälterlein: Das Jungfernhäutchen gibt es nicht

Einmal drin – alles hin. An diese sexistische Losung glauben viele Menschen seit Jahrhunderten. Das Wort "Jungfernhäutchen" unterstellt, dass es sich erstens um ein verschlossenes Häutchen handelt (Achtung, könnte reißen!) und zweitens, dass nur "Jungfrauen" eins haben (Achtung, begehrt!). Auch heute noch zwingen Väter ihre Töchter zu Keuschheitsgelöbnissen, verkaufen einige Frauen ihre "Jungfräulichkeit", und unterziehen sich andere sogenannten Hymenrekonstruktionen, um die Familie nach der Hochzeitsnacht nicht mit einem weißen Laken zu enttäuschen. Dabei lässt sich nichts rekonstruieren, was nie dagewesen ist – denn das Jungfernhäutchen gibt es nicht.

Nina Degele

Political Correctness

Warum nicht alle alles sagen dürfen

Vor einem halben Jahrhundert segelte die Forderung nach anerkennungsorientiertem Sprechen und der Berücksichtigung von Minderheiten unter der Flagge Political Correctness. Spätestens mit der Popularität rechter ...

Beltz Juventa  |   233 Seiten  |   24.95 €

Jutta Krauß

Voguing on Stage

Kulturelle Übersetzungen, vestimentäre Performances und Gender-Inszenierungen in Theater und Tanz

Voguing-Performances haben Eingang in Tanz­inszenierungen gefunden. Dabei entstehen Choreografien, die Voguing und den Ballroom als praktischen und theoretischen Referenzrahmen nutzen und fortschreiben. Jutta Krauß ...

transcript Verlag  |   274 Seiten  |   40.- €

Ursula Immenschuh

Unerhörte Scham in der Pflege

Über die Notwendigkeit einer unbeliebten Emotion.

Schamgefühle sind im beruflichen Alltag von Pflegenden allgegenwärtig. Das Verdrängen, Verschweigen oder Bagatellisieren schambesetzter Situationen bedeutet aber auch den Verlust der positiven Funktion der Scham. ...

Mabuse Verlag  |   184 Seiten  |   29.95 €

Katharina Böhmer-Kastens

Emmas Geheimnisse / Tims Geheimnisse

Wendebuch

Emma hat Geheimnisse. Und die darf man doch nicht weitererzählen – sagt jedenfalls ihr Papa. Mama meint aber, Emma soll alles erzählen, auch die schlimmen Sachen. Das kann ganz schön verwirren. Tim hat auch ...

Selbstverlag  |   24 Seiten  |   15.- €

Iz3w: DemoMemo

Memoryspiel. 40 Politparolen und ihre Geschichte

Das Spiel versammelt 40 Politparolen und führt auf eine Zeitreise durch die linke Gegenkultur. Wer die Karte "No Justice..." aufdeckt, muss die Zwillingskarte "No Peace" finden. "Wir sind hier, wir sind laut..." passt zu "weil ihr uns die Zukunft klaut". Und wie geht's weiter mit "Ho Ho.."?

 

Rüdiger Scholz: Die heimliche Autobiographie des Gotthold Ephraim Lessing

Lessings psychische Biographie ist weitgehend unbekannt. Wie Lessing Konflikte, Krisen, Ängste, Depressionen verarbeitete, weiß man nicht. Die Art der Verbindung zwischen den hellsichtigen Konflikten der Dramenfiguren und der Psyche des Autors gilt es zu untersuchen.
Im Gegensatz zu dem Generaltenor der Lessing-Forschung, die sich auf die literarischen und politischen Kämpfe konzentriert, geht die Untersuchung von Scholz von der Hypothese aus, dass die dichterischen Werke, auch die anakreontische Lyrik und die Jugenddramen, sehr viel zu tun haben mit Lessings persönlichen, privaten Problemen. Die Reihe der Vaterfiguren und das Schicksal der Söhne und Töchter in den Dichtungen werden verbunden mit Lessings Verhältnis zu seinen Eltern und seinen Geschwistern, zu den Autoritäten Friedrich II. und Voltaire, ferner mit seinen Männerfreundschaften auf dem Hintergrund seiner jahrzehntelangen Weigerung zu heiraten. Die Freundschaft zu Christlob Mylius wird neu bewertet. Der Briefwechsel mit Eva König erfährt eine detailgenaue psychologische Analyse, die auch Aufschlüsse über Lessings Spielsucht gibt. Von den Resultaten der psychischen Biographie aus führt der Weg zur Verschränkung von individueller Biographie und persönlicher Motivation mit der deutschen Gesellschaftsgeschichte des 18. Jahrhunderts.