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josfritz Buchhandlung Freiburg
josfritz Buchhandlung Freiburg

Endlich ist Frühling, die Neuerscheinungen liegen in unseren Auslagen und auf unseren Nachttischen. Um zumindest einen Teil davon zu bewältigen, haben wir uns von unseren leidenschaftlich lesenden Kundinnen und Kunden Hilfe geholt und sie um einen Tipp gebeten. Für diese Erweiterung unseres Lesehorizontes sagen wir ganz herzlich Danke.

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Juan S. Guse: Miami Punk

Das Meer hat sich zurückgezogen. Alligatoren streunen durch die Straßen. Ringervereine sichern die letzten Reste öffentlicher Ordnung. Und überall rasen rote Fahrzeuge in halsbrecherischem Tempo durch die Straßen, um punktgenau José Pepperonis Pizza auszuliefern.

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Hiromi Kawakami: Die zehn Lieben des Nishino

Frauen fühlen sich von Nishino angezogen wie die Motten vom Licht. Einem Schmetterlingssammler gleich, versucht er verzweifelt, sie an sich zu binden und bleibt dennoch unnahbar. Zehn dieser Frauen lässt Kawakami zu Wort kommen und ein Mosaik von Nishinos Leben bilden: Immer wieder bemüht er sich, seine Vergangenheit zu überwinden, um doch in den fortwährend gleichen Mustern gefangen zu bleiben.

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Gabriele Tergit: Effingers

Wer Familienromane schreibt, vergewissert sich seiner selbst im Blick auf die Geschichte seiner Herkunft und seiner Lebenswelt. Das gilt auch für die Leser und Leserinnen dieser oft dickleibigen Familiengeschichten und macht ihren Erfolg aus – spätestens seit den „Buddenbrooks“ des Nobelpreisträgers Thomas Mann.

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Carmen Maria Machado: Ihr Körper und andere Teilhaber

Eines der aufregendsten Debüts dieses Frühjahrs ist für mich Ihr Körper und andere Teilhaber von Carmen Maria Machado. In acht Erzählungen, die traditionelle Genres wie Gothic Novel, Märchen und Dystopie aufgreifen und subversiv unterwandern, begegnen wir Frauen, die am Abgrund stehen.

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Buchtipps in Kürze

Elizabeth Bishop

Gedichte
Zweisprachig

Barbara Honigmann

Georg

Raffaella Romagnolo

Bella Ciao

Josephine Rowe

Ein liebendes, treues Tier

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James Baldwin: Nach der Flut das Feuer

Was Heranwachsenden im Harlem der 30er Jahre blieb, die von Kindheit an täglich grundlosen Demütigungen ausgesetzt sind, bilanziert James Baldwin im brillanten Essayband Nach der Flut das Feuer recht nüchtern: Pubertät war gleichbedeutend mit Einstieg in Prostitution, Drogen und Kriminalität, und Militärdienst im Weltkrieg keine Alternative, der machte nur noch kaputter.

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John Lanchester: Die Mauer / The Wall

Im echten Leben sind Mauern ja wieder ganz in Mode, in der Literatur begegnen sie einem eigentlich seltener. Besonders eindrücklich erinnere ich mich, wie ich im jungen Nachwendedeutschland „Der Schlund" von der Altmeisterin des Teenagegrusels, Gudrun Pausewang, gelesen habe. Darin beschließt eine bürgerlich daherkommende neurechte Partei, eine Mauer rund um Deutschland zu bauen. Schafft Arbeitsplätze und hält Neuankömmlinge ab. Der neue Faschismus lässt nicht lange auf sich warten.

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Deborah Levy: The Cost of Living / Was das Leben kostet

Dieser schmale Band lässt tief in das Leben und Arbeiten Deborah Levys blicken. Und dieser Blick lohnt sich!
Sie zieht um, die neue Wohnung hat so ihre Tücken (keine funktionierende Heizung, keinen Platz zum Schreiben, ein Hausflur wie aus „The Shining“), sie hat zwei fast erwachsene Töchter, sie fährt mit ihrem E-Bike schwere Einkäufe den steilen Berg zu ihrer Wohnung hinauf.

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Abbas Khider: Deutsch für alle

Dieses Lehrbuch für eine neue deutsche Sprache (für alle) ist Aufarbeitung einer andauernden Anstrengung, die deutsche Sprache zu lernen und so in diesem Land leben zu können.
Denn Sprache bietet Zugang zur Welt, mit ihr erklären wir uns und anderen, was wir in dieser Welt wahrnehmen. Sie setzt uns in Verbindung mit dem, was um uns ist. Wenn diese Verbindung aber über Umlaute, Artikel und Deklination erschwert wird, so hat das weitreichende Auswirkungen.

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Julian Barnes: Die einzige Geschichte

„Wo hast du nur mein Leben lang gesteckt?“ Wie ein Selbstvergewisserungs-Ritual stellt Susan McLeod diese neckisch-zärtliche Frage ihrem jungen Geliebten Paul immer wieder. Tatsächlich hat sie schon die Hälfte ihres Lebens gelebt und mit einem Mann, den sie verachtet, zwei Töchter großgezogen, als sie im Tennisclub dem 19jährigen Paul begegnet und sich verliebt.

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T.C. Boyle: Das Licht

Nach den auf unterschiedlichsten Gebieten tätigen, berühmten Männern Mungo Park, John Harvey Kellogg, Alfred Charles Kinsey und Frank Lloyd Wright richtet sich Boyles Interesse in seinem neuen Roman auf Timothy Leary, den amerikanischen Drogen-Guru der sechziger Jahre.

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Buchtipps in Kürze

Annie Ernaux

Der Platz

Günter Künert

Die zweite Frau

Jocelyne Saucier

Niemals ohne sie

Saša Stanišić

Herkunft

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Leonardo Padura: Die Durchlässigkeit der Zeit

Bald wird er sechzig Jahre alt, ab und an erscheint ihm nach Trinkgelagen mit seinen alten Freunden Carlos und dem Hasenzahn sogar der Teufel, das Geschäft mit antiquierten Büchern läuft schlecht, und auch sonst war das Leben in Havanna früher einmal besser. Der Ex-Polizist Mario Conde – Krimilesern dürfte der Protagonist aus Leonardo Paduras Bestsellern kein Unbekannter sein – hadert mit dem Leben und Überleben, als ihm ein alter Bekannter aus Schulzeiten einen lukrativen Auftrag als Privatdetektiv verschafft: Es ist Bobby, schwul und steinreich.

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Daniel Pennac: Der Fall Malaussène

Kennt ihr die Malaussènes? Diese so durchgeknallte wie liebenswerte französische Familie, die immer in irgendwelche irren Geschichten verwickelt ist? Nein? Macht nichts, ich kannte die auch nicht, bis mir die Kollegin diesen jüngsten Roman von Daniel Pennac zum Lesen und Besprechen empfahl. Aber auf den knapp dreihundert Seiten hab ich sie kennengelernt – und wie!

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