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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Isabel Fargo Cole

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Edition Nautilus , gebunden , 496 Seiten

 26.- €

 978-3-96054-049-6

 09.2017

Die grüne Grenze

Ein junges Künstlerpaar zieht von Berlin aufs Land. Ein Kind ist unterwegs – ungeplant. Die Ehe – unbedacht. Es ist 1973, das Dorf heißt Sorge und liegt in der Sperrzone der DDR im Harz. Editha ist Bildhauerin mit staatlichen Aufträgen, Thomas ist Schriftsteller und will nun den Roman über die Grenze schreiben. Hat nicht schon Honecker verkündet, in der Literatur gebe es keine Tabus mehr?

Ein historischer Roman bietet sich an, denn der Harz ist schon immer Grenze gewesen, verstrickt zwischen religiösen und politischen Machtsphären, Germanen und Slawen, Mensch und Natur. Thomas kämpft noch mit dem Material, doch 1976 schon ist das »Tauwetter« vorbei. Die kleine Tochter Eli lernt sprechen in einer Welt, in der das Sagen und das Nicht-Sagen-Dürfen, das Wissen und das Wahrnehmen eine hohe Kunst sind. Thomas’ Spiele in imaginären Welten mit dem phantasiebegabten Kind sind höchst gefährlich.

Als Thomas und Editha kurz vor der »Wende« von einer verdrängten Vergangenheit heimgesucht werden, flüchtet Eli in den Wald – und über mehr als eine Grenze.

Isabel Fargo Cole, geboren 1973 in Galena, Illinois, USA, wuchs in New York City auf. Sie studierte Literatur, Geschichte und Philosophie an der University of Chicago sowie Russisch und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1995 lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin; sie hat u. a. Wolfgang Hilbig und Franz Fühmann ins Englische übersetzt.

2013 erschien ihre Novelle Ungesichertes Gelände bei mikrotext. Die grüne Grenze ist ihr erster Roman, er wurde für den Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt 2017 nominiert.

Die Jury

Unter jedem Meter Waldboden im Sperrgebiet des Harzes drängen sich deutsche Geschichte, Kultur, Mythologie. Isabel Fargo Coles großer Deutschlandroman lebt von seinen eigenwilligen und überraschenden Figuren und kommt ohne Nostalgie und auftrumpfende Geste aus.