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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Lesung und Gespräch

Ijoma Mangold

Das deutsche Krokodil

Martin Müller-Reisinger und Gabriela Schlesiger

Sucht man nach Schlagworten zu Ijoma Mangolds Buch Das deutsche Krokodil in der Kritik, so kreisen diese vorwiegend um eine Beschäftigung mit dem „Anderen", dem „Anderssein". Mangold fragt beim Rückblick auf sein früheres, jugendliches Ich ebenfalls: „Gab es Gefühle des Außenseitertums, der Ausgegrenztheit?" Und beantwortet diese Frage mit einem „Ja, aber" – denn diese Gefühle „hatten nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern mit meiner Neigung zu Literatur und klassischer Musik." Wenn man sich mit sechzehn von Thomas Mann besser verstanden fühlt „als von den Zeitgenossen, namentlich den Schulkameraden", dann macht einen das „zum Sonderling". Heute ist Ijoma Mangold Literaturchef im Feuilleton sowie Auslandskorrespondent der ZEIT. Für „[s]eine Geschichte" ist er aus der Rolle des Kritikers in die des Schriftstellers geschlüpft – oder die des Autobiographen? Rollen, Stimmen, Erwartungen, Positionen und Welten – geographische, biographische und literarische – werden in diesem suchenden Buch ausgebreitet, verwoben und seziert. Wie verändert sich die Wahrnehmung, wenn sie zur Erinnerung wird? Die „verlässlichsten Erinnerungen", schreibt Mangold, „sind die am wenigsten authentischen. Wir haben sie, wie das Meer den Stein schleift, allen Regeln der Erzählkunst unterworfen."

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Buchcover

Ijoma Mangold

Das deutsche Krokodil

Meine Geschichte