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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Gespräch:  Ulrich Bröckling -  Gute Hirten führen sanft

Eintritt frei

Der Freiburger Kultursoziologe Ulrich Bröckling untersucht in seiner neuen Aufsatzsammlung die subtilen Formen von Herrschaft, die heute unser Verhalten lenken. Anstelle von Zwangsmecha­nismen oder Strategien des Überwachen und Strafens setzen sie auf Anreizsysteme oder den zwanglosen Zwang kommunikativer Verständigung. Diese „sanften“ Selbst- und Sozialtechnologien kritisiert er anhand von Handlungsorientierungen wie Prävention, Resilienz oder Verfahren der Konfliktbearbeitung.

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Institut für Soziologie, Uni Freiburg
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Lesung:  Eva Mattes - 

www.ticket.theater.freiburg.de

Eva Mattes begeistert mit ihrem spannenden Streifzug durch 40 Jahre deutsche Theater- und Filmgeschichte. In ihrem persönlichsten Programm erzählt sie aus ihrem Leben, von Begegnungen mit Fassbinder, Herzog, Zadek und Wildgruber. Mit im Gepäck hat sie ein paar der schönsten Songs und Chansons u. a. von Marlene Dietrich, Hans Albers, Friedrich Hollaender, Kurt Weill.

Am Klavier begleitet von Irmgard Schleier.

Theater Freiburg
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" Wer Perlen will / Der muß ins Meer sich stürzen" - Goethe:  Theresia Prammer und Monika Rinck -  Ein Gespräch über Gedichte

9.- / 6.-€

www.reservix.de

Zwei Diven auf dem Divan vor klassischer Fototapete: Lebenslust und Daseinsweisen, Vertrauen sub Rosa, das Laub dieser Welt und die Substanzlogik des Nektars. Die Diven ehren den Handwerker, den flüchtigen Schwärmer, den Helden der schlampigen Assonanz – und versuchen den geflügelten Worten, lange nach ihrer Landung, einen Himmelsflug abzuringen. Sie werden feilschen, erobern, den Vielgereisten laben, versammeln, versemmeln, entschaffen und sich entfernen, doch sich dann aus der Ferne, neu proviantiert, dem Freiherrn auf intrikaten Pfaden neu nähern. Sie graben sicherlich nicht mehr vergebens.

Saure Wochen! Frohe Feste! Wille wau wau wau! Wille wo wo wo! Wird die Binse wieder weise? Stehen Zoten zu Gebote? Werden die Diven die Frauen mit Nachsicht behandeln? Füllt sich dann das Bier in den Krügen? Ist das mehr als schlechter Trost?

Kurz gesagt: Die Leserinnen Theresia Prammer und Monika Rinck stellen Gedichte vor, darunter einige von Goethe.

Literaturhaus Freiburg
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Mitveranstalter:

Goethe-Gesellschaft Freiburg, Deutsches Seminar und Studium generale der Universität Freiburg.

Zweisprachige Lesung mit:  Garth Greenwell -  What Belongs to you | Was zu dir gehört

9.- / 6.- €

René Freudenthal

Einer der aufregendsten Nachwuchsautoren Amerikas: Garth Greenwells Debüt Was zu dir gehört (Hanser Berlin, 2018, übersetzt von Daniel Schreiber) wurde als sensibles Porträt einer Obsession von der amerikanischen und britischen Presse hymnisch gefeiert.

„Dass meine erste Begegnung mit Mitko B. in einem Verrat endete, wenn auch einem geringfügigen, hätte mir eine größere Warnung sein sollen … Aber derartige Warnungen sind an Orten wie den Toiletten des Nationalen Kulturpalasts, wo wir aufeinandertrafen, ein Bestandteil der Luft, die man atmet.“

Zwischen Verlangen und Unbehagen, Nähe und Abhängigkeit erzählt Greenwell von einem amerikanischen Expat, der sich in Bulgarien in einen jüngeren Mann verliebt – und davon, was mit Menschen passiert, die nie gelernt haben, ihre Gefühle auszudrücken, weil ihr Begehren gesellschaftlich nicht akzeptiert ist.

Mit federleichter Präzision beschreibt der Autor nicht nur seine Figuren, er erweckt in eleganter, lyrischer Sprache auch den bleiernen Himmel und tristen Ostblock Beton Sofias zum Leben.

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Literaturhaus Freiburg
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Lesung:  Wolfgang Schorlau -  Der große Plan

10.- / 7.-€

vorverkauf@josfritz.de

www.reservix.de

Bettina Schulte

Zum ersten Mal ergattert Dengler einen wirklich gut bezahlten Auftrag: Das Berliner Auswärtige Amt will, dass er nach der Mitar­bei­terin Angela Förster sucht, die wahrscheinlich entführt wurde. Die Entführte war als Beamtin an die Troika ausgeliehen worden, die Griechenland die Bedingungen der Eurogruppe diktiert hat. Dengler stößt auf das größte Geheimnis der sogenannten Grie­chen­­landrettung: Auf welchen Konten sind die vielen Milliar­den europäischer Steuergelder letztlich gelandet?

E-Werk Freiburg e.V.
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Zweisprachige Lesung mit:  Andrew Sean Greer -  Less | Mister Weniger

8.-/ 7.-€

Kartenreservierung: programm@carl-schurz-haus.de

Friederike Schule

Der Titelheld in Andrew Sean Greers Roman Mister Weniger (orig. Less) heißt Arthur, ist selbst ein gefragter Schriftsteller, hat aber in romantischen Angelegenheiten einfach kein dickes Fell. Sondern nur die ganz zarte Schale eines Butterkrebses, wie es im Buch heißt. Um sich vor der rauschenden Hochzeit seiner unglücklichen Langzeitaffäre Freddy zu drücken, nimmt Weniger schlichtweg jede Lesungseinladung an, die bei ihm eintrudelt: New York, Berlin, Mexico City, Kyoto. Doch die Suche nach der nächsten großen Liebe lässt ihn nicht los: Auf seiner Welttournee tappt der tollpatschige Romancier von einer Date-Blamage in die nächste. Nie läuft es, wie es soll, aber immer lernt er etwas dazu: Über den Kulturbetrieb und all seine schrägen Kollegen, aber vor allem über die turbulente eigene Gefühlslage.

Andrew Sean Greer lebt in San Francisco und in der Toskana, wo er seit 2016 die angesehene Santa Maddalena Foundation leitet. Bis 2013 hatte der in Washington, D.C. geborene und von John Updike protegierte Autor die Samuel-Fischer-Gastprofessur für Literatur an der FU Berlin inne. 

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Robert Stadlober liest:  Christian Geissler -  Das Brot mit der Pfeile

9.-/ 6.-€

www.reservix.de

Mit einer Einführung von Bille Haag und Bildern von Harald Herrmann.

„Christian Geissler war ein radikaler Autor, politisch und ästhetisch. Jetzt ist er vergessen“, schreibt die taz.

Wir laden ein zur Wiederentdeckung: Der Chronist des Widerstands in der Bundesrepublik betrat mit Anfrage (1960) als „junger Wilder“ die Bühne der Literatur, drehte Fernsehspiele und Dokumentarfilme, schrieb Romane, Hörspiele und Gedichte.

In Das Brot mit der Feile (1973, neu aufgelegt 2016 vom Verbrecher Verlag) zeichnet Geissler (1928–2008) die Arbeiter- und Studentenkämpfe im Hamburg der 60er Jahre nach. Er schreibt an gegen das Verstummen und schickt seine Hauptfigur mitten hinein in den politischen Aufbruch: Geissler, der Meister des fragmentarischen Erzählens, des harten Schnitts und der Montage, fordert noch immer heraus. Und niemand liest seine Prosa so atemberaubend wie der preisgekrönte österreichische Schauspieler Robert Stadlober – „in benennender Festlegung wie phantastischer Dynamik“ (Dietmar Dath, FAZ).


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Mitveranstalter: Christian Geissler Gesellschaft.