Lesung mit Nona Fernández
Wilhelmstraße 17

mo-fr 10-19 Uhr | sa: 10-17 Uhr
Abholfensterzeiten: mo-fr 9-19 Uhr | sa: 9-16 Uhr
Tel.: 0761 / 26877 oder 0761 / 24835
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Nona Fernández ist eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur Chiles und Lateinamerikas. Ihr Werk verbindet Fiktion, Chronik und Theater, um kollektive Traumata zu erforschen und zu zeigen, wie die Gesellschaft kritische Momente ihrer Geschichte erinnert (oder zu vergessen versucht).
Bei dieser Gelegenheit wird die Autorin nach Freiburg kommen, um über historisches Gedächtnis und ihre Bücher zu sprechen und dabei einen intimen und tiefgehenden Einblick in ihren kreativen Prozess zu geben.
Veranstaltung auf Spanisch (mit deutscher Übersetzung)
Veranstaltet von: Tertulia Freiburg e.V. und Goethe-Institut Freiburg
»Bockige Einhörner, abenteuerlustige Schnecken, tollpatschige Gespenster – sie alle können ganz selbstverständlich Protagonist*innen im Bilderbuch sein. Doch wie sieht es mit People of Color aus, werden sie genauso selbstverständlich in den Mittelpunkt gestellt?«, fragt die Autorin und Literaturaktivistin Chantal-Fleur Sandjon. Ein Blick in deutschsprachige Kinderbücher zeigt, dass hier vor allem weiße Hauptfiguren auftreten, während Black, Indigenous und People of Color (BIPoC) Nebenfiguren sind. Die multidiverse Realität, in der Kinder in Deutschland leben, sieht anders aus.
Über die Bedeutung von alltäglichen Geschichten, Schwarzen Vorbildern und Empowerment kommt die Illustratorin und Comicautorin Ayşe Klinge ins Gespräch mit Anna Setecki, Initiatorin des Zuperzuper-Bücherkoffers, der ausgewählte Kinderbücher an Freiburger Grundschulen präsentiert.
Am 6. März Comiclesung mit Ayşe Klinge: mehr Info hier
Mitveranstalter: Kidayo e.V. und jos fritz e:V. / Kooperationspartner: Schulbibliothekatische Arbeitsstelle Freiburg
Georg stirbt, und das schon viel zu lange. Während Ruth ihren Mann selbstvergessen zu Hause pflegt und sich von ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lea entfremdet, möchte diese endlich Normalität und ungebremst ein jugendliches Leben führen. Und dann passiert etwas mit Georg, das niemand erwartet hat.
Nefeli Kavouras' Debüt Gelb, auch ein schöner Gedanke (Kiepenheuer & Witsch, 2026) ist von einer poetischen Direktheit durchdrungen, es erzählt wütend, zärtlich und humorvoll von einer nicht enden wollenden Ausnahmesituation. Ins Gespräch kommt die Autorin und Literaturvermittlerin in unserer Reihe „zwischen/miete", moderiert und organisiert von einem Team Studierender.
Mehr unter: instagram.com/zwischen.miete
Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg
Als Waleria erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann, löst es Unerwartetes in ihr aus, obwohl sie nie einen Kinderwunsch verspürte: Was bedeutet es, die Letzte in der Generationenfolge ihrer Familie zu sein? Ihre Großmutter Marianna, geboren während des Zweiten Weltkriegs, war eine Bäuerin. Die Mutter Róza, geprägt von der sozialistischen Volksrepublik Polen, ist ebenfalls auf dem Land aufgewachsen. Durch Zufall lernt sie die Stadt Gdansk und das Leben inmitten der Solidarność-Revolution kennen und verlässt Polen Ende der 1980er Jahre Richtung Westdeutschland, wo Waleria groß wird.
Raffiniert verwebt die in Freiburg lebende Autorin Oliwia Hälterlein in ihrem Debütroman Wir Töchter (C.H. Beck, 2026) die Geschichte dreier Generationen. Sie erzählt von Töchtern und Müttern, Körper und Sprache, Herkunft und Zukunft.
Mitveranstalter „Freiburger Andruck": Kulturamt, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg sowie Badische Zeitung
Eva von Redecker legt eine neue Analyse des Faschismus vor, die unserer Gegenwart gewachsen ist.
Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht.
Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt und Denkfreude verströmt.
Veranstaltet von: Universität Freiburg und University College Freiburg
Omars kleine Bar an der südlichsten Spitze Italiens hat wenig von ihrem berühmten Vorbild, dem sagenumwobenen Tangerinn in Marokko, und doch ist sie ein Stück Heimat für all diejenigen, die übers Meer gekommen sind, um in Europa ein neues Leben zu beginnen. Nun ist Omar gestorben und Mina, die jüngere Tochter, die schon lange in London lebt, muss sich mit seinem Erbe und ihrer schwierigen Herkunftsfamilie auseinandersetzen, vor der sie Jahre zuvor geflohen war. Wird sie in der alten Heimat endlich eine Antwort auf die Frage finden, wer sie ist und was sie wirklich will?
Das Gespräch findet auf Italienisch mit deutscher Konsekutivübersetzung statt.
Veranstaltet von nonsolo Verlag. In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Konsulat Freiburg, dem italienischen Kulturinstitut Stuttgart und dem Kulturaggregat Freiburg.
Stark behaarte Männer mit Speeren auf der Jagd – bis heute prägen eben solche Bilder unsere Vorstellung von Steinzeitmenschen. Doch warum sind es meistens Frauendarstellungen, die von Frühmenschen hinterlassen wurden?
In ihrem minutiös recherchierten Comic Die Frau als Mensch geht die Künstlerin Ulli Lust diesen stereotypen Annahmen nach und zeigt, wie stark unsere Geschichtsschreibung durch patriarchale Denkmuster beeinflusst wird. Gekonnt verwebt sie Zeitebenen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Alltagserfahrungen zu einem bahnbrechenden Werk, das im letzten Jahr als erster Comic überhaupt mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde.
Über die Fortsetzung ihrer groß angelegten Erforschung unserer Ursprünge Die Frau als Mensch 2 (Reprodukt, 2026) spricht Ulli Lust mit der Geschlechterforscherin Andrea Zimmermann.
Eine gemeinsame Reihe mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, bei dieser Ausgabe in Kooperation mit: Soroptimist Club Freiburg, BücherFrauen Freiburg, jos fritz Buchhandlung
Kirsten Fuchs ist Meisterin im ernstgemeinten Quatsch. Sie kann sich in alle und alles rein- und wieder rausfühlen. Vom Kopf her ist Fuchs ein Herzmensch und das macht ihre Geschichten so menschlich, tröstlich und wahr. Sie schreibt so lustig über wirklich alles, als würde es gar nicht darum gehen, was passiert, sondern wie man es betrachtet. Sie sieht immer noch alles durch eine rosa verschmierte Brille mit Kratzer, aber jetzt ist eben noch ein Tinnitus dazugekommen, der „Kuckuck" ruft.
Instagram: @fuchs.kirsten
In diesem Frühjahr ist die jos fritz Buchhandlung fünfzig Jahre alt geworden. Das dazu passende Fest haben wir am 3. Mai im E-Werk gefeiert, mit vielen vielen tollen Gästen und verschiedensten Aktionen. Die Fotos zum Fest sind nun online, ebenso wie eine Chronik zu den ersten fünf Jahrzehnten des Buchladens.

Wir sind eine der in diesem Jahr 25 ausgezeichneten Buchhandlungen in Baden-Württemberg.
»Mit großer Leidenschaft und großem Enthusiasmus geben die ausgezeichneten Buchhändlerinnen und Buchhändler sowohl Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern als auch Lehrerinnen und Lehrern literarische Impulse mit auf den Weg.« so die Jury bei der Begründung ihrer Auswahl. Vielfältige Veranstaltungsprogramme enthielten sehr innovative und originelle Formate zur Lesemotivation und Leseförderung. Dabei adressierten die Buchhandlungen auch gesellschaftsrelevante Themen wie „Krieg und Vertreibung" und engagierten sich in ihren Aktionen auch für ukrainische Kinder.

Für den mit Ihrer Unterstützung zum dritten Mal in Folge gewonnenen Deutschen Buchhandlungspreis 2019 möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken.
Diesmal wurden wir sogar als eine der fünf besonders herausragenden Buchhandlungen in Deutschland geehrt worden.

