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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Zweisprachige Lesung:  Maryam Madjidi -  Du springst, ich falle

Lesung: 10.-/ 8.-€ | Lesung und Film: 12.-€ | Nur Film: 7.-/ 5.-€

Kartenbestellung : koki-freiburg.de

Guillame Plas, Fremdsprachenlektor am Frankreich-Zentrum der Albert-Ludwig-Universität


Die Heldin ist sie selbst, die Geschichte ihre eigene und die Suche eine endlose: Im Iran der kommunistischenRevolution wächst Maryam Madjidi auf, als Mädchen geht sie mit den Eltern nach Paris, und als junge Frau treibt sie die Sehnsucht zurück nach Teheran. Wo sie sich zum ersten Mal verliebt und begreift, dass ihre Heimat ganz woanders liegt. In diesem autobiographischen Debüt erzählt die Gewinnerin des Prix Goncourt du premier roman 2017 von ihrer Kindheit im Iran, vom Kampf der Eltern für den Kommunismus und davon, wie sie ihr Spielzeug an die Kinder im Viertel verschenken musste. Heimlich vergrub sie die Lieblings sachen im Garten und steckte sie später in den Koffer für Frankreich. Hier sollte das neue Leben anfangen – ohne Kampf, ohne Gefängnis. Aber die kleine Maryam fühlt sich fremd, weil alles fehlt: die eigene Sprache, echte Freunde, die geliebte Großmutter.

Maryam Madjidi wurde 1980 in Teheran geboren, mit sechs Jahren hat sie das Land verlassen, um in Paris und dann in Drancy zu leben. Heute unterrichtet sie Flüchtlinge in Französisch, nachdem sie mehrere Jahre an einer Schule in der Banlieue gearbeitet hat. Du springst, ich falle ist ihr erster Roman und hat in Frankreich Kritiker und Publikum im Sturm erobert.

Übersetzung: Beate Thill, literarische Übersetzerin und Dolmetscherin
Deutsche Lesestimme:  Anna Lina Mangold, freie Mitarbeiterin der Landeszentrale für politische Bildung

Moderation: Guillaume Plas

Anschließend Filmvorführung: Persepolis. von Marjane Satrapi | OMU | F 2007

Centre Culturel Français Freiburg e. V.
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Landeszentrale für politische Bildung
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Kommunales Kino im Alten Wiehrebahnhof
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Buchcover

Maryam Madjidi

Du springst, ich falle

Podiumsdiskussion - "1968 - Lesarten einer Revolte":  1968 - Die Erfindung der Gegenwart

Stefan Reinecke (taz, Berlin)

Die Perspektiven auf „1968“ sind überaus vielfältig, und es ist kaum mehr möglich, das Ereignis auf einen einzigen, alles umfassenden Nenner zu bringen. In Frankreich und der Bundesrepublik, in Italien und Mexiko, in den USA und in der Tschechoslowakei waren es ganz unterschiedliche Bezüge, die mit diesem Jahr und seinen Revolten verbunden waren. Die Eruptionen von „1968“ betrafen Nationen und politische Lager, Generationen und Geschlechterbeziehungen, soziale Klassen und politische Kultur. Aber überall waren die Ereignisse dieses Jahres Teil und Höhepunkt längerfristiger Wandlungsprozesse, die allesamt vom Zweiten Weltkrieg und seinem Ende ausgingen. Die Podiumsdiskussion wird versuchen, diese verschiedenen historischen und politischen Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen: War „1968“ die Wasserscheide zwischen Nachkriegszeit und Gegenwart?

Diskussionspartner:

  • Prof. Dr. Ulrich Herbert (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
  • Prof. Dr. Christina von Hodenberg (Queen Mary College, University of London)
  • Dr. Gerd Koenen (Frankfurt a. M.)
  • Dr. Thomas Zimmer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Weitere Veranstaltungen.

Veranstalter:

Studium generale und Colloquium politicum in Zusammenarbeit mit Historischem Seminar, Institut für Soziologie, Universitätsbibliothek, Uniseum, Volkshochschule Freiburg, Centre Culturel Français und Kommunalem Kino Freiburg.

Zweisprachige Lesung und Gespräch mit:  Garrard Conley - 

8.-/ 7.-€

programm@carl-schurz-haus.de

René Freudenthal

Als Sohn eines extrem gläubigen Gebrauchtwagenhändlers, der sich im erzkonservativen Arkansas zum Pfarrer einer fundamen talistischen Baptisten-Gemeinde weihen lässt, wächst der junge Garrard Conley im kargen Cherokee Village auf. Als ein Mitschüler ihn 2004 vor seinen Eltern als schwul outet, gibt es für Conley nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder der Jugendliche verlässt seine Familie für immer und verliert alles. Oder er unterzieht sich der Konversionstherapie, die in sogenannten „Ex-Gay“-Camps von der kontroversen christlichen Organisation Love In Action veranstaltet wird. Doch der Aufenthalt dort, der Conley mit abstrusen, manipulativen Methoden zurück in einen vermeintlich naturgegebenenZustand der Heterosexualität führen soll, wird zum Höllentrip und bringt den Jungen stattdessen an den Rand des Suizids.

Der in New York lebende Autor und Aktivist, der auch schon für Time, Vice, Buzzfeed und CNN schrieb, erzählt hellsichtig, empathisch und voll psychologischem Scharfsinn davon, wie man überlebt, im Bible Belt als Inbegriff eines von Gott verdammten Sünders zu gelten.

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Buchcover

Garrad Conley

Boy Erased

Autobiographische Erzählung

Bücher, über die man spricht:  Jürgen Kaube -  Lob des Fußballs

Als Ergänzung zu seinen Vortragsreihen und Einzelvorträgen richtet das Studium generale vom Sommersemester 2018 an ein neues, regelmäßiges Debatten-Format ein: In der Reihe „Bücher, über die man spricht“ sollen unter dem Motto „Author meets critics“ öffentlich beachtete wissenschaftliche oder essayistische Neuerscheinungen von allgemein interessierendem thematischem Zuschnitt vorgestellt und, fast immer in Anwesenheit der Autor*innen, lebendig, vielstimmig, neugierig und bei Bedarf auch freundlich-kontrovers diskutiert werden.

Gesprächspartner:
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier, Volker Finke, Prof. Dr. Werner Frick.

Veranstalter:

Studium generale | Albert-Ludwig-Universität Freiburg

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Jürgen Kaube

Lob des Fußballs

Zweisprachige Lesung und Gespräch:  Christophe Boltanski -  La cache | Das Versteck

7.-/ 5.-€ kein Vorverkauf, die Abendkasse eröffnet um 19.00 Uhr

Als großes Textgebäude errichtet Christophe Boltanski in Das Versteck (Hanser, 2017) das Haus seiner Großeltern in der Pariser Rue Grenelle. Kapitel wie „Küche“, „Arbeitszimmer“, „Salon“ bilden die Architektur des Hauses nach – bis zum geheimnisvollen „Zwischenraum“: In diesem Schlupfwinkel zwischen Bad und Schlafzimmer fand der Großvater Etienne, Nachkomme russisch-jüdischer Migranten, während des Zweiten Weltkrieges 18 Monate lang Schutz vor den Nazis. Seine Frau hütete das Geheimnis, indem sie sich offiziell scheiden ließ und selbst ihren Kindern nichts von der List verriet.

Trotz dieser schmerzhaften Geschichte bleibt das Haus ein Ort großer Freiheit: „Dieser unglaubliche Lebenshunger, die Momente der Trunkenheit, ja der Euphorie. Das Licht trotz der Finsternis.“

Über die Familiengeschichte der „Bolts“ spricht der Autor – bekannt als Journalist für Liberation und das Reportagemagazin XXI – mit seinem Übersetzer Tobias Scheffel.

Literaturhaus Freiburg
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Centre Culturel Français Freiburg e. V.
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und Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg.

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Christophe Boltanski

Das Versteck