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josfritz Buchhandlung Freiburg
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David Diop -  Reise ohne Wiederkehr oder die geheimen Hefte des Michel Adanson

9.-/ 6.-€

Katja Meintel

Für Nachts ist unser Blut schwarz – die Geschichte von Senegalesen, die im Ersten Weltkrieg auf der Seite der Kolonialmacht Frankreich gegen Deutschland kämpften – erhielt David Diop 2021 als erster französischsprachiger Autor den britischen International-Booker-Literaturpreis.
Sein neuer, dritter Roman Reise ohne Wiederkehr (Aufbau, 2022) führt wieder in den Küstenstaat, diesmal auf die Spuren des Botanikers Michel Adanson (1727-1806), der als erster weißer Naturforscher den Senegal bereist. Sein Ziel einer umfassenden Enzyklopädie der afrikanischen Fauna gerät aus dem Fokus, als er die mysteriöse Maram findet, die sich vor Sklaventreibern in einem Dschungeldorf versteckt. David Diop verwebt eindrucksvoll die Leidenschaft des Entdeckens mit den Abgründen des Kolonialismus. Aus der deutschen Übersetzung von Andreas Jandl liest der Schauspieler Heinzl Spagl.

Mitveranstalter: Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg im Vorfeld der Konferenz "Afrika - Europe: Reciprocal Perspectives" 7.-10. Juni 2022, Freiburg)

Anmeldung erwünscht: kultur@ccf-fr.de 

Literaturhaus Freiburg
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Centre Culturel Français Freiburg e. V.
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9.-/ 6.-€

vorverkauf@josfritz.de

Johanna Wintermantel

Rom zu Beginn der achtziger Jahre. Drei junge Frauen, Luciana, Valentina und Cecilia, an einem sehr schwierigen Punkt ihres Lebens: sie sind ungewollt schwanger.
Drei parallel verlaufende Lebensgeschichten, die sich ähneln und doch ganz unterschiedlich sind. Luciana arbeitet für eine Zeitung, die geschlossen wird, sie ist in einen Mann verliebt, der nichts mehr von ihr wissen will; Valentina ist siebzehn, geht noch zur Schule und träumt davon, Psychologin zu werden; Cecilia lebt in einem besetzten Haus und auf der Straße, stets begleitet von ihrem Hund. Alle drei sind verunsichert, verletzlich und verwirrt angesichts des radikalen Umbruchs, der ihnen bevorsteht. Verwirrt, wenn nicht sogar völlig abwesend sind auch die zukünftigen Väter.
Ihre Geschichten erfahren wir von einem aufmerksamen und mitfühlenden Erzähler, der sie aus nächster Nähe begleitet, um schließlich sein eigenes Geheimnis preiszugeben.

 

 

 

Centro Culturale Italiano e.V.
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Goethe-Institut Freiburg
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nonsolo Verlag
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Adelheid Duvanel -  Fern von hier

9.-/ 6.-€

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Eine Meisterin der kleinen Form: Die radikale poetische Kraft ihrer Sprache macht Adelheid Duvanel zu einer der bedeutendsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Der Band Fern von hier (Limmat, 2021) versammelt erstmals ihre sämtlichen Erzählungen und wurde auf der aktuellen Hotlist der unabhängigen Verlage als „verlegerische Großtat" gefeiert.

Über Duvanels »Porträts von Menschen am Rand der Gesellschaft, einsame meistens, aber von einer unheimlichen Einmaligkeit« (Peter von Matt) spricht die Herausgeberin Elsbeth Dangel-Pelloquin mit ihrem Verleger Erwin Künzli.
Aus dem OEuvre der 1996 bei Basel verstorbenen Schriftstellerin und Malerin liest die Schauspielerin Renate Obermaier.

Präsentiert in der Literaturhaus-Reihe -Hommage an eine(n) Waghalsige(n)-, denn Fern von hier zählt zu unseren Herzensbüchern der Saison.

Mitveranstalter: Verein der Hotlist.

Copyright: Norma Hodel

Literaturhaus Freiburg
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8.-/ 5.-€

jos fritz buchhandlung, E-WERK Freiburg

Michael Koltan, Archiv Soziale Bewegungen

Karl Heinz Roth hat in seinem umfangreichen und glänzend recherchierten Buch Blinde Passagiere – Die Coronakrise und die Folgen, das Geschehen rund um die Pandemie aus einer globalen Perspektive heraus analysiert.

Covid 19 hat das Alltagsleben der Menschen durchdrungen, soziale Beziehungen verändert, die Medien beherrscht, das politische Establishment herausgefordert und zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen auf die Probe gestellt. Der Mediziner und Historiker Karl Heinz Roth berichtet über die Vorgeschichte, die bis in die 2000er Jahre zurückreicht, analysiert die Ausbreitung und die Dynamik von Covid-19 und erörtert die Eigenschaften und Auswirkungen der Pandemie auf den Menschen. Er thematisiert die Gegenmaßnahmen, die dabei zutage getretenen Versäumnisse und die mentalen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns. Er weicht unbequemen Fragen nicht aus und möchte strittige Probleme klären und diskutieren.

Karl Heinz Roth, geboren 1942, promovierte in Medizin und Geschichtswissenschaft und war bis 1997 in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis tätig. 1986 gründete er mit anderen die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts und ist seither Vorstandsmitglied. Er hat zahlreiche Publikationen zur Arbeits-, Medizin-, Sozial-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts veröffentlicht.

Archiv soziale Bewegungen
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E-WERK Freiburg e.V.
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GretherKultur
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Lesung und Gespräch:  Gegenworte - Per Leo, Géraldine Schwarzer, Elke Gryglewski

9.-/ 6.-€

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Ende 2023 soll in Freiburg das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus eröffnen. Vorab durchleuchtet die gemeinsame Gesprächsreihe „Gegenworte" Möglichkeitsräume eines Erinnerns für die Zukunft. Der Titel lehnt sich an Paul Celans Definition des Gedichts als „Gegenwort" an, das der historischen Schrecken eingedenk zugleich die Gegenrede, den Widerspruch in sich trägt.

Zum Auftakt liest Per Leo aus seinem Essayband Tränen ohne Trauer. Nach der Erinnerungskultur (Klett-Cotta, 2021), der einen Weg aus der routinierten Betroffenheit hin zu einem weltoffeneren Blick auf unsere Gegenwart als vielfältiges Einwanderungsland sucht. Ins Gespräch treten die deutsch-französische Journalistin und Dokumentarfilmerin Géraldine Schwarz (Die Gedächtnislosen, Secession, 2018) und die Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Elke Gryglewski.
Durch den Abend führt mit Julia Wolrab die Leiterin des entstehenden NS-Dokumentationszentrums.

Mitveranstalter: Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg

 

 

Literaturhaus Freiburg
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Radio Dreyeckland
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frei

Andreas Baumer

Sie gehen für »die Freiheit« auf die Straße: Bei den Querdenken-Demonstrationen und Corona-Protesten laufen Impfgegner*innen neben QAnon-Anhänger*innen, Esoteriker*innen neben Rechtsextremen, die Peace-Fahne flattert neben der Reichsflagge. Dieses Miteinander kommt jedoch nicht zufällig zustande. Wer sich für den Schutz von Natur und Tieren einsetzt, vegane Ernährung und Alternativmedizin bevorzugt, seine Kinder auf Waldorfschulen schickt oder nach spiritueller Erfüllung sucht, muss nicht frei von rechtem Gedankengut und Verschwörungsfantasien sein.
Andreas Speit zeigt, dass in alternativen Milieus Werte und Vorstellungen kursieren, die alles andere als progressiv oder emanzipatorisch sind.

 

 

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Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V.
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