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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Lesung und Gespräch: 

9 / 6 Euro

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Dominik Zink

Unter dem Titel HERKUNFT initiiert das Literaturhaus eine „Reihe zu feinen Unterschieden", die Fragen nach Klasse, Distinktion und Migration stellt.

Ausgehend von neuesten Erzähltexten weitet sich im Jahr 2023 ein Gesprächsraum in verschiedene Freiburger Stadtteile. Am zweiten Tag unseres Schwerpunkts stellt der Autor Christian Baron seinen Roman Schön ist die Nacht (Classen, 2022) vor, der eine ganze soziale Schicht im Westdeutschland der 1970er Jahre porträtiert. Zwischen Spekulantenträumen und Baustellenwirklichkeit kämpfen Protagonisten wie Willy und Horst um ihren Anteil am Wohlstand. Müssen wir sie uns als glückliche Menschen vorstellen?

Christian Barons Debüt Ein Mann seiner Klasse erzählt die Geschichte seiner Kindheit in prekären Verhältnissen, wurde mehrfach ausgezeichnet und avancierte zum Bestseller. 2021 erschien die mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie Klasse und Kampf. Mit dem Autor ins Gespräch tritt der Freiburger Literaturwissenschaftler Dominik Zink.

 

 

 

Literaturhaus Freiburg
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Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand" des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und durch die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Kooperationspartner: Deutsches Seminar der Universität Freiburg, Georg Brandes-Gesellschaft e. V.

Lesung und Gespräch: 

9 / 6 Euro

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Dominik Zink

Im Garten der Großmutter wächst eine Blutbuche. Unter ihrem roten Laub verbringt das scheue Kind die Sommer und möchte so groß und stark wie sie werden. Das Kind wird erwachsen, zieht nach Zürich. Als die Großmutter an Demenz erkrankt, versucht es sich zu erinnern, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, mit dem eigenen Ich, das fluide ist und keinen Zuschreibungen von Geschlecht und Begehren entspricht.

In einer poetischen, beweglichen Sprache erzählt Kim de l'Horizon in Blutbuch (Dumont, 2022) von Sexualität und Scham, Familie und Selbstfindung. Mit diesem stilistischen und formalen Wagnis hat de l'Horizon „erzählerisches Neuland betreten“, rühmt die Jury des Schweizer Buchpreises 2022. In jeder Szene entfalte sich „eine Dringlichkeit und literarische Innovationskraft“, heißt es in der Begründung zum Deutschen Buchpreis 2022.

In unserer Reihe »Girl, Woman, Other« spricht Kim de l'Horizon über das aufsehenerregendste Debüt des letzten Jahres mit der Moderator*in und Autor*in Charlotte Milsch.

 

 

 

 

Literaturhaus Freiburg
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Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg e.V.
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Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg e.V.
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Radio Dreyeckland
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Lesung und Diskussion über die Städtepartnerschaft mit Isfahan: 

Annabelle Kalckreuth & Anke Wiedemann

Irans Frauen werden seit Jahrzehnten vom Mullah-Regime unterdrückt – Golineh Atai über einen Kampf für die Freiheit, der bis zu den jüngsten Protesten im Iran reicht

Golineh Atai war fünf Jahre alt, als sie mit ihren Eltern den Iran verließ – aber das Land und seine Entwicklung haben sie immer beschäftigt; der Iran ist ihr Herzensthema. Wie der Gottesstaat der Mullahs seit mehr als vierzig Jahren das Land im Griff hält und jede demokratische Regung erstickt, zeigt sie in ihrem Buch, das den Iran auf ganz besondere Weise porträtiert: aus dem Blickwinkel von neun Frauen. Dabei erzählt Atai, wie aus der Tochter eines Geistlichen, die um ihr Recht auf Schulbildung kämpfen musste, eine international bekannte Aktivistin wurde. Oder wie eine junge, regierungsnahe Angestellte mitten in Teheran ihr Kopftuch auszog – eine revolutionäre Tat, die unzählige Iranerinnen inspirierte, bis zu den jüngsten Protesten nach dem Tod von Mahsa Amini, die von der Polizei wegen «unislamischer Kleidung» verhaftet wurde. Andere berichten von Gefängnis und Flucht, vom täglichen Kampf für ein Stück Würde und darum, ihre Stimme öffentlich zu erheben oder auch nur das Haar im Wind wehen zu lassen. Sie empfinden Wut, Trauer, fühlen sich von der Welt verlassen. Sie wissen: Nur die Freiheit der Frau kann die Freiheit der Gesellschaft hervorbringen.

 

Grüne Fraktion Freiburg

Lesung und Gespräch : 

9 / 6 Euro

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Die 70er Jahre waren ganz anders. Gerade die seit 1968 verbreitete Parole vom »Tod der Literatur« löste eine wuchernde Blütezeit der Literatur aus! Überall wurden kleine alternative Literaturzeitschriften, Verlage und Buchhandlungen gegründet. Eine neue Generation begann nach Freiräumen für die eigene Subjektivität zu suchen. Peter Schneiders Lenz wirkte wie ein Fanal, es entstand eine von der angloamerikanischen Beat-Generation beeinflusste Lyrik, feministische Romane wurden zu Bestsellern und gleich mehrere Autor*innen wandten sich den Prägungen durch ihre Naziväter zu.

In dieser Aufbruchsstimmung gründete 1975 eine Gruppe aus der undogmatischen Linken die Freiburger Buchhandlung jos fritz. Im Vorfeld des 50-jährigen Ladenjubiläums blicken die Buchhändler*innen mit dem jüngsten Buch des Literaturwissenschaftlers und Autors Helmut Böttiger auf die anarchischen Anfangsjahre zurück. Durch den Abend führt der Schriftsteller Karl-Heinz Ott.

 

 

 

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Literaturhaus Freiburg
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Eintritt frei

Anlässlich der Ausstellung von Jala Wahid liest Ronya Othmann aus ihrem Gedichtband die verbrechen (Hanser Verlag, 2021), in welchem sie Erinnerungen, Geschichten, Eindrücke, womöglich Verschwommenes oder ganz Konkretes festhält und einst Verschüttetes vor dem Vergessen bewahrt. Einzelne Gedichte werden zudem Ausgangspunkt für ein anschließendes Gespräch mit Theresa Roessler sein, in welchem sie über Flucht und Vertreibung, Naturzerstörung in Kriegszeiten und Identitätskategorien sprechen sowie mit dem Newroz Fest und den Verbrechen an der Archäologie thematisch Brücken zur Ausstellung im Kunstverein schlagen.

Ronya Othmann wurde 1993 geboren, lebt in Leipzig und ist als Journalistin und Schriftstellerin tätig. Sie erhielt u. a. den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike, den Gertrud-Kolmar-Förderpreis und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und schreibt seit 2021 für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Kolumne »Import Export«. 2020 erschien im Hanser Verlag ihr Roman Die Sommer, für den sie mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde.

 

 

 

 

Kunstverein Freiburg

In Kooperation mit: Heinrich Böll Stiftung Baden Württemberg und jos fritz buchhandlung.