
Lesung und Gespräch in der Reihe Gegenworte
Laetitia Lenel: Eine liebe Frau
Die Reihe „Gegenworte“ zieht ins neu eröffnete Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) ein: Laetitia Lenel erzählt in ihrem Debütroman Eine liebe Frau ausgehend von einem einzigen Tag im London des Jahres 1963.
Ein Tag, an dem Marianne auf ihr Leben zurückblickt. Als junge Frau wollte sie Pianistin werden. Gemeinsam mit ihrer Jugendfreundin Lotte hatte sie große Pläne. Doch während Lotte in den 1920er Jahren eine bekannte Malerin wurde, ist für Marianne alles anders gekommen. Marianne, die eigentlich Annemarie hieß, ist die Urgroßmutter der Autorin. Annemaries Schwägerin Bertha, die im Roman als Martha auftaucht, wurde 1940 von Freiburg nach Gurs deportiert: Ihre Geschichte ist Teil der Dauerausstellung des DZNS.
Lenels sprachmächtiger Roman zeigt, was eine Gesellschaft von Frauen erwartet – und was sie sich selbst erlauben. Über späte Selbstermächtigung, Familienrecherchen und die verändernde Kraft der Kunst spricht sie mit Julia Wolrab, die das DZNS leitet.
11 | 7 €
Julia Wolrab
Veranstaltet von: Literaturhaus Freiburg und Dokumentationszentrum NS.